25 - Zisccchhhh

April 11th, 2007 by St.Kleinkrieg

DWDZ

Wir setzten uns dann in einem eingedeckten Raum zu essen hin und Rolf fragte nach der Toilette. Es gab Sauerbraten mit Klößen und Blaukraut. Dazu Apfelschorle, als Nachtisch Mandarinenquark.

Rolf hatte mir, als er vom Klo zurückkam, zugenickt und ich konnte die Aufhebung der Tafel kaum abwarten. Endlich verkündetet der Regierungsfreier: „So hier sind die Schlüssel zu ihren Zimmern, ich lege sie mal hier auf den Tisch. Die dementsprechenden Namen stehen auf den Anhängern und Sie bedienen sich nach dem Essen selbst. Sie sind ja schon groß. Ha, Ha, Ha !!“

Wir klaubten unsere Schlüssel auseinander und dabei fiel die jahrelange Routine im beziehen von zweitklassigen Tourhotels positiv ins Gewicht. Bei so etwas waren wir nicht zu schlagen.

Übrigens, wer sich jetzt fragt: “Ja, wo sind denn Hilde und Harald?“ den muss ich enttäuschen, das wusste ich auch nicht , die waren seit unserer Ankunft nicht mehr da. Auch beim Essen waren sie schon weg.

Ich hatte mein Zimmer neben Rolf und wir trafen uns, Bubi, Kai, Rolf und ich, in meiner Kemenate. Lars war nicht eingeweiht und saß mit dem Jungen mit der Gitarre und Professor Brune sowie dem Regierungsvertreter noch über der Quarkspeise.

„Hast du die Teile?“ fragte ich nervös.

„Sischa, sischa!“ imitierte Rolf einen grässlichen Komiker aus längst vergangenen Tagen, der mit seinem debilen Kölnhumor Millionen verdient hatte.

Er zeigte uns, wie wir die Edelstahlgasflaschen mit den Ventilen der Azetylenventile umrüsteten konnten und verteilte dann die medizinischen Gasatemmasken, die an ihren Riffelschläuchen an die Ventile angeschlossen wurden. Der implantierte Riffelschlauch war jetzt nur noch Makulatur und wir stopften ein bisschen Toilettenpapier in ihn hinein.

„Wenn das alles wieder rauskommt , sind wir geliefert!“

„Meinst du das Toilettenpapier, oder den Sachverhalt? Mein Gott, bist du ein Schisser!“ sagte Kai zu Bubi „Was sollen Sie denn machen? Wir stehen doch sowieso auf der Abschussliste.“

Ich nahm die Gasatemmaske vor den Mund und drehte das Ventil vorsichtig auf. ZiZiZischsch !! Spitze, ich kann gar nicht beschreiben wie es war. Alle Zipperlein an die man sich mit dem Altwerden schon gewöhnt, hatte waren auf einmal verschwunden. Großartig! Ich konnte Rolf verstehen, davon würde ich auch die Finger nicht mehr lassen.

Es war ein richtiges Zischkonzert als wir alle vier die Behälter ewiger Jugend öffneten und gierig das von Professor Brune entwickelte Gas in unsere Lungen saugten.

„Hallo, Hallo meine Herren, wo sind Sie denn? Ich will Ihnen doch mal Ihren Proberaum zeigen!“ der Regierungsheini taperte durch die Gänge und suchte uns!

„Hier Meister, wir kommen schon!“

„Dann man los. Vielleicht wollen Sie schon mal alles antesten? Herr Larsson ist schon mit den anderen vorgegangen!“

Wir folgten ihm in einen Seitentrakt des Gebäudes und dort sahen wir Larsson und die anderen, die fassungslos vor einer Anlage standen die Dimensionen hatte wie wir sie uns zu unseren besten Zeiten nicht hatten leisten können.

„Wir wollen schließlich das Sie sich Gehör verschaffen, meine Herren. Alles vom Feinsten!“

Wir inspizierten unsere bereitstehenden neuen Instrumente und machten uns mit den technischen Gegebenheiten der Gitarrenverstärker vertraut. Alles erstklassige Ware.

Zu der Ausrüstung gehörten auch ein paar Techniker die uns unverständliche Details der Apparatur erklärten.

Dann legten wir nach endlos langen Jahren der Abstinenz von unserer musikalischen Tätigkeit wieder los.

Sturzflug, 3-D, Lottokönig …................. es machte einen Mörderspaß und ab und zu wenn wir uns unbeobachtet fühlte saugten wir an der Gasflasche. Bubi hatte recht:

Die Zukunft würde Prima!

Fortsetzung folgt

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