14 - Niere vs. Leber

März 3rd, 2007 by St.Kleinkrieg

ein Alptraum als Fortsetzungsroman

„Kinder, macht hin,“ sagte Kai jetzt „ die Werbepause ist zu Ende, ich muss wieder raus und du bist auch in der nächsten Runde an der Reihe!“

Ich musste schlucken. Das Alter und die Aufregung der vergangenen Stunden machten sich jetzt doch bemerkbar. Zudem war ja, wie der Untersuchungsarzt mir schon prophezeit hatte, mit dem Totalausfall meiner Bauchspeicheldrüse und meinem Ableben in der nächsten Zeit zu rechnen. Auch hatte ich die ganze „Brunsche Offenbarung“ nicht wirklich verstanden und verkraftet.

Bernd und Günther in der WarteboxKai kehrte mit einem: „Hallo meine Damen und Herren zuhause an den Monitoren, liebe Bestien hier im Klinik Roulett Studio und Werte Kandidaten in den Warteboxen…..........“ vor die Kameras zurück und ich nutzte den Augenblick und fragte Prof. Dr. Dr. Thomas Brune:

„Warum sieht der Möller eigentlich so aus, als wäre kein Tag vergangen? Ich meine Kai hat ja auch diese Gasapparatur und er sieht auch nicht so alt aus wie er aussehen müsste, aber Rolf ist ja vom Aussehen her fast ein Jugendlicher.“

„ Ja , das ist ja auch ein kleines Problem.“ seufzte der Professor „ Unser lieber Rolf treibt mit dem Gas einen heftigen Missbrauch und zieht sich das Zeug Flaschenweise rein. Du hast dir ja jetzt ein Bild von der Situation machen können und dir wird ja klar geworden sein das man euch wieder auf die Bühne schicken will. Rolf will nun nicht ein Jota von seiner alten Power missen und konditioniert sich mit dem Botoxgas auf gefühlte 23 Jahre. Die Folgen sind noch nicht erforscht und wir vom medizinischen Führungsstab der Mission, machen uns ernsthaft Sorgen“

Wir blickten hinter uns und da stand Rolf schon wieder mit der Beatmungsmaske und führte einen Feixtanz auf. Ich hörte nur „Ah, Uh, Ah, Uh, Schakalacka, bums die Kuh!“

In der Arena steppte der Bär, denn gerade ging es in der Spielrunde 1 los. Kai verkündete:
Liebe Zuschauer, heute freue ich mich ganz besonders mal wieder einen Klassiker des Klinik Roulette ankündigen zu dürfen; es geht um die Nieren und um die Leber!

Die Zuschauer in den Rängen tobten , denn sie wussten das dass „Fernoperation“ hieß und das war immer ein heidnischer Spaß!

Wir haben hier, Herrn Bernd Fromm und Herrn Günter Schabowski, beide aus Oer-Erkenschwick, beide römisch katholisch und beide 72 Jahre alt. Herr Fromm bringt ein Nacktgewicht von 78 kg auf die Wage und der gute Herr Schabowski hat ungefähr das gleiche, nämlich 76kg. Sie haben sich für die Runde Nieren vs. Leber gemeldet. Herr Fromm braucht dringend eine und Herr Schabowski spekuliert im Falle seines Sieges auf die jungfräuliche Leber des Herrn Fromm.

Die Spielregeln sind bekannt, es kann kein Rückzieher gemacht werden. Ich bin mit keinem der Herren verwandt oder verschwägert. Das Glück trifft hier seine unbestechliche Wahl !!

Der Mob vor dem BlutradTosender Applaus und Kai verbeugte sich dankend gegen das Publikum. Die Kandidaten waren leichenblass und trugen jetzt die weißen Spieleroveralls auf denen die Organe um die gespielt wurde rot aufgedruckt waren. Jetzt wurde das „Blutrad“ gedreht. Fromm als Erster.

4361“ verkündete Kai und die Zahl wurde durch 4 Cheerleader, auf jeweils einem Schild mit einer Ziffer und Musik durch die Arena getragen und dann blieben die Mädchen auf einer Seite der Arena stehen und hielte die Ziffern weiterhin in die Höhe.

Jetzt drehte Schabowski. Der Mann war sehr wackelig auf den Beinen und das „Blutrad rutschte ihm beim Schwung holen durch die Hand, trotzdem „6430“ Wieder Cheerleader, diesmal andere, sie blieben mit den Zahlen auf der gegenüberliegenden Arenaseite stehen.

Zweiter Dreher, Fromm „312“ Drei Cheerleader und Fromm wurde totenblass.

Zweiter Dreher, Schabowski „1027“ Vier Cheerleader und Schabowski schüttelte schon die Siegerfäuste. Jetzt stand noch die Rechnung aus, jetzt konnte sich noch mal alles wenden.

Na, Herr Schabowski, was haben Sie denn so gedreht?“ fragte Kai jetzt den Rundensieger und das Publikum skandierte diesen Satz mit, während die Cheerleader die Zahlen rumdrehten so dass man sie nicht mehr lesen konnte.

Fortsetzung folgt

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