10 - Ich bin Protestant

Februar 21st, 2007 by webregierung

ein Alptraum als Fortsetzungsroman

„ Ich bin Protestant.“ stammelte ich. Professor Brune wieherte immer noch vor sich hin und die hübsche Sekretärin notierte sich meine Glaubensrichtung auf einem ihrer Formblätter.

„Sie werden dann gleich abgeholt und wir machen eine Computer Tomographie, um auszuchecken was wir von Ihren Innereien als Einsatz im Spiel zulassen werden. Es muss eine 45% Funktionstüchtigkeit vorhanden sein, sonst könnte es bei der Live OP zu Totalausfällen kommen und das schadet dem Ablauf der Show. Natürlich nur , wenn Sie, was ich ihnen nicht wünsche, verlieren! Haben Sie das verstanden Herr Kleinkrieg?“

Ich nickte. Die Zeit hatte sich plötzlich verlangsamt. Ich hörte mein eigenes atmen deutlich lauter und mühevoller. So als ob man ein Tonband mit halber Geschwindigkeit abfährt, die Tonhöhe aber erhalten bleibt. Auch visuell war alles in Slow Motion.

Die Uniformierten mit der Stahlstange waren wieder aufgetaucht und die junge Frau löste durch eine Infrarotfernbedienung den unsichtbaren Starkstromriegel, so das die Männer zu mir kamen und mich auf die schon mal beschriebene Art und Weise fesselten.

Bubi war hinter mir aus seiner Ohnmacht erwacht und schaute mitfühlend zu mir rüber.

„Alter, jetzt geht es ans eingemachte. Ich bin froh das ich jetzt nicht an deiner Stelle bin.“

Ich musste schlucken, denn wenn jemand in seinem Zustand nicht lieber an einer anderen Stelle wäre, muss diese, meine, Stelle doch wohl die Hölle sein.
Dahin war ich jetzt also unterwegs.

Ich nickte ihm noch mal zu und dann setzte sich unsere kleine Karawane in Bewegung. Die Sekretärin vorneweg, dann der Professor der erstaunlich behände seitlich neben den beiden Uniformierten lief, die wiederum mich an ihrer Liftstange beförderten.

„Ja, das Botoxverjüngungsgas. Da sind alle scharf drauf. Bei mir wirkt es komischer weise nur innerlich….............“ er faselte als würde er dafür bezahlt und so sagte ich zu ihm: „He Thomas, lass mal stecken. Ich finde in solchen Momenten sollte ein Mann alleine sein und mit seinem inneren ich Frieden schließen. O.K., mach es mal gut und arrangier dich mit deinen Schergenfreunden.“

Er blieb stehen und schluckte.

„Du lässt einen ja gar nicht zu Wort…..“

Wir hatten einen Raum erreicht über dessen Eingangstür in großen Lettern SHOW CT angebracht war. Das gleiche Procedere wie schon im Auffangraum. Fesseln los und dann hinein.

Ich wurde aufgefordert mich bis auf die Unterwäsche zu entkleiden und musste mich, nachdem ich in T-Shirt und Unterhose vor die Untersuchungskommission getreten war in die Computerröhre legen.

Diese Teile waren im laufe der Jahre immer leiser geworden und machten jetzt fast gar keinen Lärm mehr. In 3 Minuten hatte der nahezu stumme Helfer mein innerstes für die Untersuchungskommissare nach außen gekehrt und ich durfte mich aus der Röhre erheben.

„Tja Herr Kleinkrieg, gut gelebt was? Aber auch gar nichts ausgelassen! Abszesse an nahezu allen Organen und eine Wirbelsäule als hätten Sie die letzten Steinkohlevorkommen alleine zu Tage gefördert.

Arterienverkalkung und eine nicht zu übersehende Diabetes. Junge, Junge das ist aber nicht schön.“ Er schüttelte mit dem Kopf und schürzte den Mund.

„Der Mann ist nicht spielfähig. Der ist fast Selbstentsorger. Da gebe ich mein O.K. nicht für.“

„Der muss aber spielen. Dem Zustand des Probanten wird hier nur eine untergeordnete Rolle beigemessen, es handelt sich hierbei um eine Angelegenheit von Nationalem Interesse.“,sagte hinter mir eine Frauenstimme!

„Sowie auch von Internationalem“

Sagte hinter mir eine Männerstimme, beide waren leicht berlinerisch angehaucht. Ich drehte mich um und da standen Hildegard Knef und Harald Juhnke, lebendig!

Neben ihnen stand der grinsende Professor Brune: „Der Brunehammer, der Hit !!“

FORTSETZUNG FOLGT

One Response to “10 - Ich bin Protestant”

  1. webregierung meint:

    GZSZ war gestern – Heute ist DWDZ angesagt – Morgen gibt es wieder frische Ware.

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