Hildegard Knef

März 22nd, 2006 by St.Kleinkrieg

Hildes Gruß hängt noch heute in meinem StudioLiebe Leute,
ich greife mal hier die Idee auf eine “Kartei der Ehemaligen” einzurichten. Damit es gleich richtig in die Promi-Ecke geht, fackel ich auch nicht lang und komme gleich mit der guten alten Hilde um die Ecke.

Es gibt ja mittlerweile zahllose Geschichten wie es zu der Zusammenarbeit mit den Breiten kam. Hier ist meine und diese ist die einzig richtige, weil ich ihr den Brief schrieb und auch ich die Idee zu der Coverversion hatte. Deshalb kann ich mich auch mit Fug und Recht als Erfinder des Rheumarocks bezeichnen (Sehr schmeichelhaft ist das nicht).

Nach dem Durchhören unseres Demomaterials zur “Hotel Monopol” war mir klar, daß die von der Plattenfirma händeringend gesuchte Single wieder einmal nicht dabei war. Das ist mit diesen Leuten immer so, der beliebteste Satz eines Schallplattenmenschen in jenen Tagen war:” Du, ich finde den Stoff echt witzig, nein ehrlich, aber Sorry Alter, ich höre da noch keine Single!”

An einem der Wochenenden während der Demophase war ich bei meinen Eltern zum Essen eingeladen. Ich kam an und auf der guten alten Stereoanlage lief eine Hildegard Knef Schallplatte. Eine Künstlerin die mein Vater sehr verehrte. Während des Essens lief sie immer noch und es kam auch “Für mich soll`s Rote Rosen regnen”. Der Titel war mir bekannt (wer kennt ihn nicht) aber in dieser Situation stellte er sich mir völlig anders da. Ich hörte den Text mit anderen Ohren und konnte ihn mir sehr gut von Kai interpretiert vorstellen. Die Nummer paßt zu uns wie die Faust aufs Auge. Am Nachmittag schon starteten wir in der Rockranch mehrere Versuche ihn für uns gangbar zu machen.

mit Hilde und BubiWährend der Hauptsession im Hamburger GaGa – Studio (wir hatten die Version im Kasten) bat ich die Plattenfirma die Freigabe des Verlages für diesen Titel zu besorgen. Sie waren entweder nicht in der Lage, oder hatten es vegessen, auf jeden Fall meinten sie sie könnten den Verlag nicht ausfindig machen (was komisch ist, denn die Knef war mit gerade diesem Titel bei der gleichen Firma).

Egal, Hans Jürgen Steffen, der Besitzer und Betreiber des GaGa – Studios und einer der letzten großen Studiomenschen in diesem vom Homerecording so gebeutelten Genre, half mir dann die Adresse der Diva ausfindig zu machen und lektierte dann auch den Brief den ich ihr schrieb und tippte ihn dann mit einer Reiseschreibmaschine.

“Sehr geehrte Gnädige Frau…...........!!

Die Idee die Knef dann auf die fertige Nummer draufzudroppen kam von einem Schallplattenmenschen und da war dann ein bißchen Magie mit im Spiel. Wir hatten das ja viel schneller gespielt als das Original und die Stimmung der Gitarren und der Geigen war unterschiedlich, aber nachdem man das Originalband der Knef um ?% “gestretscht” hatte, Bingo…......

Der Rest ist Geschichte.

So liebe Leute war das und nicht anders!

Das Foto zeigt mich und Hilde und Bubi vor einem Fehrnsehauftritt Backstage. Alle hübsch geschminkt. Ich glaube es war die “Schmitz – Mitternachtsshow”.

Machs gut Hildegard Knef – es war uns eine große Ehre.

13 Responses to “Hildegard Knef”

  1. Anne Bonney meint:

    Danke!

  2. Mittelhesse meint:

    Hübsch geschminkt? Machst Du Witze? Wer muss euch denn hübsch schminken. Der Knefsche Pulli zollt Respekt.

    In diesem Sinne

    Hitti

  3. Thorsten meint:

    Was soll man dazu sagen? Ein tolle Story mit einem tollen Ausgang für die Geschichte der Breiten und auch der Knef, die ja davon sogar fast mehr profitiert hat, als Ihr! Danke Stefan, für die damalige Idee, die heutigen Erläuterungen und das Foto!! Die Version ist und bleibt gerade aufgrund der technischen Zauberei immer noch magisch.

    “Liebe Hilde” oder “Sehr geehrte Gnädige Frau….”

    Gruß
    Thorsten

  4. Michael meint:

    Jaja, die Hilde… Unvergessen.
    Das war 1993 wirklich ein echter “Höhepunkt” in der langen Breitengeschichte.
    Bin ja mal gespannt, von wem wir hier noch hören werden…

  5. Michael meint:

    Hab mal nachgerechnet: Ich komme auf sagenhafte 23 Extrabreite… Ohne Rosenberg, Knef und Juhnke ;-)

    Wer bietet mehr?

  6. Ex-Hometowner meint:

    Wikipedia nennt Dir 24 und die zählen Gabi Lappen nicht dazu. In den Anfängen wurde die ja offiziell einmal als Bandmitglied aufgeführt. Zähl dann noch Knef, Juhnke und Rosenberg dazu, vergess Gabi Lappens Buscheypfeifen nicht und Kais Alter Egos (Havaii, Hawai, havei etc.) und du brauchst nen Bus für die Band

    Gruß
    Peter der “Ex-..”

  7. Michael meint:

    24?
    Dirk Lindemann hatte ich nicht mitgezählt.
    Kann man den als Ex-Extrabreiten zählen?
    Und was ist mit Frank Becking – der hat doch nur bei Kleinkrieg gespielt.
    Zählt Rüdiger Braune? Der hat doch nur im Studio getrommelt…
    Fragen über Fragen…

  8. Zucker meint:

    Gibts es eine Aufzeichnung von dieser Schmidt-Mitternachtsshow?
    Als Frau Wanders mit Klopapier unterm Kleid auf die Bühne schlappte?
    Geschminkt, als sei ‘sie’ unter der Sonnenbank weggedöst?
    Kram doch bitte mal im Archiv, jau?

  9. St.Kleinkrieg meint:

    Werd ich machen!
    Rolf müßte sicherlich in seinem Archiv fündig werden.

  10. St.Kleinkrieg meint:

    Lieber Michael,
    Dirk Lindemann war natürlich kein Breiter. Auch die gute Frau Knef nicht.
    All diese Leute die unseren Weg kreuzten und mit oder gegen uns musizierten bezeichne ich aber trotzdem als “Ehemalige”.
    Einen wirklich echten “Breiten” erkennt man an der Tättowierung unter der Zunge. Sie zeigt den Pariser Eifelturm mit einem großen E an der Spitze.
    Neben dem Südbein des Gebäudes ist (recht dilletantisch) eine Abbildung von Havaii und Kleinkrieg als Straßenmusikanten (Clochards). Die Tättowierung ist mit Weltraumtinte ausgeführt und man kann sie nur sehen wenn man 30 Liter Büchter Gold auf Ex getrunken hat.
    Dann aber hört man beim betrachten sogar “Hurra Hurra die Schule brennt”

    (Auf Französisch!)

  11. Michael meint:

    Hab ma auf Wikipedia geschaut—- am Schlagzeug Hansi Behrendt? Der von Ideal? Ist mir völlig neu. Auch von einem Ralf Brendel hab ich nie was gehört.

    Aber Leute wie Karges und Szimmanneck sind doch ehemalige und offizielle Bandmitglieder.
    Lindemann war nur Verstärkung bei Konzerten, Braune nur im Studio. Was ist aber mit Becking? Hat der auch mal bei Extrabreit gespielt?

  12. Thorsten meint:

    Hansi Behrendt ist von Ideal. Rolf Brendel (Asche auf Dein Haupt) ist von der Nena-Band. Becking war Session-Gitarrist für die “Größten Erfolge” (u.a. sein Solo auf “Junge”).

  13. St.Kleinkrieg meint:

    Hansi Behrend war nur bei einer Platte für ein od. zwei Nummern dabei.(Lp der Woche).
    Karges bei der ersten Tour und bei(Ihre größten Erfolge).
    Becking hat Karges für einen Gig in Hamburg vertreten und hat außerdem maßgeblich auf der (Ihre größten Erfolge) Git. gespielt.
    Ausserdem war er ein Förderer und Produzent von Extrabreit (Europa).
    Wir haben Frank wirklich sehr viel zu verdanken. Er gehörte zu den ersten die die Band ernst nahmen und hat ganz besonders mir immer sehr viel Mut gemacht,wenn ich im Kampf mit dem Instrument verzweifelte.
    Peter Szimmanneck war der einzige Tastenmann der mal Einfluß auf die sonst Gitarrenausgerichtete Musik von Extrabreit genommen hat.
    Aber ich nehme ja alles vorweg.
    Warte doch ab, bis die Leute an der Reihe sind.
    In der “KARTEI DER EHEMALIGEN
    Gruß
    St.Kleinkrieg

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