Weiter geht`s !

April 30th, 2012 by St.Kleinkrieg

Hallo Leute,
das Leben geht weiter und das Jahr hat schon locker ein Drittel hinter sich gelassen.
Es ist wirklich so, dass mit zunehmendem Alter die Jahre schneller vergehen.
Wenn früher alte Leute sagten: “Mein Gott, wie die Zeit vergeht!” Hat man doch
nur milde gelächelt und sich gedacht,
“Ein Jahr ist ein Jahr-was soll sich da ändern?”
Denkste Puppe! Die Zeit rast!
Lasst uns leben und vergessen, was nicht mehr zu ändern ist!
In diesem Sinne, allen einen schicken ersten Mai!
Holüber!


Wer die hat, hat eine von denen die es nicht mehr gibt-Die Platte ist vergriffen!

LOXBAUM

April 20th, 2012 by St.Kleinkrieg

Das war der letzte Akt.
Wir haben unserem Freund das letzte Geleit gegeben.
Auf eine sonnige Wiese des Loxbaumfriedhofes, Schulter an Schulter mit
Uwe “Lupo” Himmelrath.
Das hätte ihm gefallen und war ein letzter Liebesdienst seiner Mutter.
Dies ist ein Bild von Ingo, der es mir schickte – Danke dafür!
Irgendwie ist das Leben der beiden doch sehr erfüllt gewesen.
“Alles gesehen, alles gehabt, alles bestellt und alles bezahlt!”
Macht`s gut, ihr wart die Coolsten!

Ein letztes Wort

April 5th, 2012 by St.Kleinkrieg

Ich bin deprimiert.
Es gab ein paar Frühlingstage und der Sommer, auf den wir nach der
langen dunklen Phase so sehr warten, schaute schon durch die ersten
Blüten der neugierigsten Zweige.
Dann kam diese Nachricht vom plötzlichen Tod meines Freundes Laui.
Ich kann das, obwohl jetzt mehrfach bestätigt, immer noch nicht glauben.
Laui doch nicht!
Wir alle wussten das er sehr krank war, aber er hatte, in seiner unnachahmlichen
Art, ein Arrangement mit der Krankheit geschlossen.
„Die Speicher sind voll! Voller Erinnerungen an Abenteuer, die im Normalfall
für 80 Hollywooddrehbücher reichen und aus deren Resten sie noch 150
Bollywoodschinken abkurbeln könnten!“
Ich habe Laui in allen Gemütslagen erlebt.
Wir waren seit den frühen 80ger Jahren eng befreundet.
Nach Kai`s zeitweiligem Ausstieg, übernahm er für eine Zeit, die Rolle
des Sängers bei den Breiten und wir absolvierten, unter vielen anderen,
auch den einzigen 4 Mann Gig in der Breiten Historie.
Es ist überhaupt keine Frage, dass ohne Kai, Extrabreit nie das geworden
wäre, was wir waren und was wir sind, aber ohne Laui hätte es vielleicht gar
keine Extrabreit mehr gegeben, aus denen dann etwas werden konnte.
Er kam, machte seinen Job und arbeitete danach weiter für uns
als Tourbegleiter oder auch als Gitarrenroadie.


Er hatte ein gutes Selbstwertgefühl und war immer dabei.
Es gab, wie in jeder richtigen Freundschaft, helle und dunkle Tage.
Nichts konnte aber an der Substanz, am Kern der Dinge um die es geht,
etwas ändern.
Man ließ sich nicht im Stich!
Manchmal konnte er ein elender Klugscheißer sein, wenn man; gerade so
richtig in Fahrt, um einer Geschichte den notwendigen Funkenregen zu
verpassen, es mit der Wahrheit nicht so genau nahm.
„Das glaub ich nicht! Niemals! Das hast du dir doch jetzt ausgedacht!“
Schmerzhaft direkt und geradeheraus.
Genialer Alleinunterhalter und Geschichtenerzähler.
Ein Romantiker und Hassadeur und manchmal gekleidet, dass nur
noch der Dackel fehlte, ging er nahezu täglich in den Sportwettensalon
um seinem Spieltrieb zu frönen.
Aber das auch nur eine Zeit lang.
Nobsy hatte sein Leben extrem in Abschnitte unterteilt.
Er war überschwänglich, hilfsbereit, freundlich, depressiv, mitteilsam
und verschlossen zugleich.
Er war und das sage ich mit Stolz: mein Freund und auch wir haben
uns nichts geschenkt.
Er war die erste Adresse die ich anrief wenn ich mal wieder einen Boliden
für Kleines schnappen wollte, oder musste.
Er fuhr dann mit mir rum und ließ seinen „Riecher“ entscheiden, welches
Auto jetzt für mich in Frage kam.

Nie getäuscht!

Das Leben und seine zwangsläufigen Abschiede sind, ab einem bestimmten
Alter, schwer zu verstehen. Ich weiß nicht ob es überall so ist, aber ich finde,
dass die „Goldene Hagener Generation“, einen hohen Blutzoll zahlt.
Die Fuffies kacken reihenweise ab.
Die sitzen jetzt da oben, oder wo auch immer, rum; – Hunter, Lupo, Laui,
Schimpy, Brenner, der Vollstrecker, Piet Wortmann, wissen alles und ätzen
ab, dass einem die Spucke wegbleiben würde.

Irgendwann, Burschen…

Laui und ich, wollten, dass hatten wir uns fest vorgenommen, alt werden
und auf einer Parkbank Fehlfarben rauchen, mit unseren Krückstöcken
die weggeworfenen Zigarettenschachteln vom Gehsteig plecken und im
Bilderbuch unserer Freundschaft und Erlebnisse blättern.

Zu weit gedacht!
Adios, mein Langer!


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