Noch mal Schwein gehabt!

Oktober 14th, 2009 by St.Kleinkrieg

Hallo liebe Leute,
der letzte Gig in Hamburg, der eigentlich von der Zeitung Penthouse gesponsert werden sollte, ( wo waren denn die Schnittchen, Kai Koelln?) war für mich ein besonderer Meilenstein in meiner abwechsungsreichen Karriere.
Ich war vor dem Gig für ein paar Tage dem Bundesrepublikanischen Wahlwahnsinn entflohen und mit meiner Frau nach Malle geflüchtet, um die letzten Sonnenstrahlen des Jahres 2009 am Meer zu genießen.
Leider wurde daraus ein Schmerzenstrip.
Ich hatte mich bei der Hausarbeit etwas zu verwegen auf eine Fensterbank getraut, um ein Rollo zu richten, dabei ist der Rücken in die Wicken gegangen und pünktlich mit dem Koffer vom Band holen, verabschiedete sich das hinten angebrachte Körperteil vollendst.
Ich erspare euch jetzt die Passion des St.Kleinkrieg unter Spanischer Sonne und das Gelächter der jugendlichen Poolbenutzer, in das dieselben ausbrachen wenn sie meinereiner in kleinsten Schlurfschritten vorbeiziehen sahen.
“Guck ma, der weiße Hai! ”
Am Morgen des 03.10., also am Tag des Auftritts in Hamburg, dachte ich ich müsste die Veranstalltung absagen. Ich konnte mich weder vor- noch seitwärts bewegen. Ich konnte mich überhaupt nicht mehr bewegen und hatte nur noch Schmerzen.
Ach; was sage ich, – Ich war Schmerzen!
Der ausgediente Müntefering würde sagen: “Kleinkrieg kann Schmerzen!”
Jau und nicht zu knapp! Aber Münte ist Geschichte und der Schmerz war da.
Das meine Eltern sich in einem fortgeschrittenen Alter befinden und aus diesem Grunde einen prallen Medikamenten, sprich -Giftschrank zu Hause haben, rettete mich.
Ich quälte mich erst zu Fuß zu der Mietwagenstation der Europcar, dann hinter das Steuer eines nicht wirklich gut gereinigten Scheißautos und dann zum elterlichen Haus, um von meinem Vater eine halbe Flasche Tilidin zu erbetteln.
Der hatte Mitleid mit seinem Erstgeborenen und gab mir den Stoff, den ich wirklich empfehlen kann.
Natürlich sollte man die Dosis erst gar nicht in den Gefilden die einem ein Arzt verschreibt suchen sondern ; fröhlich eingeschenkt.
(Es ist aber lange nicht so heiß wie die Medien einem weißmachen wollen. Das Valeron, welches ich in seliger Zeit, Anno 1977 beim Barras schluckte, hatte erheblich mehr Oktan.)
Man nimmt das Zeug ja um die Schmerzen zu eliminieren und nicht um sie ertäglich zu machen. Ich will mich mit so Scheiß Schmerzen doch gar nicht auseinandersetzen, oder gar ein Verhältnis zu ihnen aufbauen.
Nein Sir; sie sollen verschwinden!
Ich kann euch sagen- wenn ich mich nicht ruckartig bewegt habe , waren sie weg. Ich hatte geladen wie ein 30 Tonner und Bubi übernahm die Fahrt nach HH.
Angekommen im Knust, knallte ich mir erst einmal eine weitere Ladung von den segensreichen Tropfen in die Figur und erledigte den Soundcheck bravorös!
Mitlerweile war das Vorprogamm ,-“Betty Blitzkrieg” in der Garderobe aufgetaucht und mischte sich in unsere Unterhaltung über mein Rückenleiden. Er meinte er könne die schlechten Energien durch bloßes Handauflegen absorbieren und mich somit schmerzfrei machen.

Dabeisein

Ich sagte, dass wäre sehr freundlich von ihm, aber er solle mir vom Leib bleiben, sonst würde ich ihm was auf`s Maul hauen.
Blitzkrieg trollte sich und spielte einen Gig, den wohl einige unserer Fans gut fanden. Ohne Bass. Er sollte sich einen Basser zulegen und viel mehr würden es gut finden. (Achtung-Privatmeinung)
Dann waren wir dran.
Ich habe mir die kleinen ClipsUnited Filmchen angesehen und ich meine; ich bin ja noch nie so ein Bühnenirrwisch wie der Pirouettenkönig Tom Schwoll, oder Flitzefinger Bubi gewesen, aber da, am 03.10.2009, wirke ich als ob ich 200 Litter Revell Modellbaukleber getrunken hätte.

STIFF!

Gott und Tilidin sei gedankt, es ging alles gut. Halt, ich muß mich auch bei Michael Michalschewski bedanken, der mir immer zwischen den Stücken ein Getränk anbot, so das ich mich nicht bücken brauchte. Das hätte nämlich nicht geklappt und ich würde diesen Bericht nicht schreiben können, weil ich andernfalls verdurstet wäre.
Überhaupt waren alle aus der Extrabreit Familie ganz lieb zu mir und machten es mir so angenehm wie möglich.
Danke!
Jetzt, hier und heute wo ich etliche Arztbesuche, eine Kernspintomographie und 100 Stunden auf einer Wärmflasche hinter mir habe, bin ich auf dem Weg der Besserung.
Ich habe die Medikamente wieder abgesetzt und ich bin froh das es problemlos ging.
Das nur mal so für die, die bei dem “Penthouse Super Fan Konzert” von Extrabreit am 03.10.2009 dabei waren und sich gefragt haben. “Warum hat der denn so eine Angst?”
Die hatte ich, Leute!
Als Annemarie auf die Bühne kam und anfing Power Foxtrott zu steppen, sah ich es schon vor mir:
Mich; in der Mitte durchgebrochen. Fontänen von Blut und Gedärm….................................................!
Das geht doch nicht, ich will ja noch ein paar Jahre, denn trotz aller Schmerzen und Widrigkeiten; ich mache das immer noch mit Leib und Seele.
Und natürlich solange, wie ihr es noch gut findet.

Bis bald!


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