Oh Bayern!

Juli 10th, 2010 by St.Kleinkrieg

Hallo geliebtes Läut`,

die Bayern haben abgestimmt und das hatte in mir eine Erleuchtung freigesetzt, die den französischen Atom Exerzitien im Bikiniatoll gleichkam.
Sie haben recht!
Ja, alle diese besorgten, rechtschaffenden Kümmerer; sie haben recht!
Ich, jetzt erleuchtet und beseelt, schwöre allen leichtfertigen und falsche Freude spendenden Gewohnheiten des Lebens ab und fordere noch mehr, viel mehr als diese Vorreiter der Volksgesundheit es sich bis jetzt überhaupt erst vorstellen können.
Ich fordere sofort:

Striktes Verbot von ungekennzeichnetem Schweinefleisch.
„Essen ist tödlich und fördert die Gewichtszunahme!“
Weil, Übergewicht und Colesterin führen den Konsumenten Hand in Hand zum Schlaganfall. Ping!
Verbot des Fahrens über 60 Jahre, über 80 kmh und ohne Helm -im Elektroauto.
Völliges Verbot von Fahrzeugen mit fossilem Brennstoffantrieb.
86 dB Schallgrenze bei Konzerten – jeder Art und Pflichtragen von Ohrstöpseln.
Totales Verbot von Süßigkeiten für Kinder, Erwachsene und Greise!
Die Senkung der Zahnbehandlungskosten für die Krankenkassen käme, .......................ach Milliarden.
Und, und, und…..
Ich habe keine Lust mehr.
Aber als erstes: Deutschlandweites Verrrrrbot von Rauch, Schnupf und Kautabak, in und um Kneipen herum.
Das zieht ja dann automatisch den Niedergang der Pintengastronomie nach sich,
weil die Damen und Herren Nichtraucher keinerlei Zusammenrottungsgen nachweisen könne und die 2 ¼ Gläschen Bionade den Wirt verhungern lassen.
RIP
Und keiner darf mehr Filme anschauen in denen geraucht wird.
Keine Musik, Literatur, Malerei bei denen Tabak das Leben des Künstlers verkürzte und er auf verbrecherische Art und Weise seine Umgebung zum passiv Rauchen zwang.
Nichtraucher werden dann im Durchschnitt 156 Jahre alt und langweilen sich zu Tode!
Es lebe der Wichser, der alte Wichser!

Lucky

Das alles fordere ich und:
Die Holländer müssen Weltmeister werden!
P.S. Comics in denen geraucht wird sind auch Verboten!!

Halbzeit

Juni 10th, 2010 by St.Kleinkrieg

Hallo liebe Leute,
Frieden für die USALdass verdammte Jahr ist ja schon fast zur Hälfte rum, deshalb jetzt mal Neuigkeiten aus dem Reich der Lebenden.
Ich war gerade für eine schöne Zeit in den US of A und habe da Promotion für ein längst vergessenes Album des Mutterschiffs gemacht. Die Amerikaner zeigten Interesse und die Werbemaschinerie lief sofort an. Tja, die Yankees verstehen was vom Geschäft.

Ausserdem arbeite ich gerade in eigener Regie, an einem Liederreigen den ich im Frühjahr vorstellen möchte. Es brennt mir unter den Nägeln den Scheiß jetzt schon; hier, wo die Freie Musik ihr zuhause hat, unters Volk zu streuen. Aber diesmal soll es nicht so eine schlampige Arbeit sein wie das “Downloadmassaker von 2006”, sondern Qualitätswerkschaft!!

Deshalb: Schnauze halten und Gegenhören!

Jawoll!

Obwohl das “Downloadmassaker” jetzt fast ausverkauft ist und ich in der Regel von Konsumenten nur Lob erfahren habe.
Ich finde es auch selber wirklich gut, aber es könnte besser sein.
Es waren viele Songs drauf, wo ich auf einem Japanischen Elektroschlagzeug; grobmotorisch, selbst den Beat schlug.
Also höchst abenteuerlich, wenn man das mal freundlich ausdrückt. #

Das neue Teil wird gaaanz anders und mit lebenden Musikern eingespielt. Also nicht in Heimarbeit, sondern ganz amtlich in einem Studio! Profistyle ebent! Es gibt dabei einen Titel, der heißt “Knarre” und das ist ein Killer!
Die andern auch, aber im Moment ist das mein Lieblingslied!
Peng!
Titel wie “Traurig”, “Scheiße”, “Schade”, “Vielleicht”, u.s.w. versprechen Bombenstimmung. Ihr, die ihr das was ich so mache gut findet, werdet begeistert sein, denn es ist fern ab vom Plastikscheiß und dem üblichem Musikkram mit tiefem Tiefgang, den man heutzutage so serviert kriegt.

Bei Gott, ich spreche die absolute Wahrheit!

Ich wünsche allen und mir, eine gute Zeit!

Danke!
Bitte!

P.S. Solltet ihr noch ein Exemplar vom “Downloadmassaker” erstehen wollen – Im Shop auf der Extrabreit Seite!
Ich bin ein wiederlicher Krämer!

RIP Lupo

April 28th, 2010 by St.Kleinkrieg

Liebe Leute,

Lupoich habe heute die traurige Aufgabe vor mir, von jemandem Abschied zu nehmen der immer da war und jetzt für immer fehlen wird.
Ein guter Freund.
Es ist Uwe Himmelrath und während ich das hier schreibe, kann ich seinen Tod immer noch nicht glauben, aber er ist für immer gegangen und wird nur noch in der Erinnerung weiterleben.

Lieber Uwe,
du hast mir versprochen es zu schaffen und ich habe gesagt, ich würde kein Wort mehr mit dir sprechen; wenn du es nicht schaffen würdest.
Jetzt ist es so, wie es ist!
Es tut weher als ich dachte und bis wir uns vielleicht wiedersehen, werde ich dich in ehrenvoller Erinnerung behalten.
Ruhe in Frieden,

Uwe “LUPO“ Himmelrath

Die Beerdigung findet am Montag, 03.05.2010 in Hagen, Delstern statt.
Unser ganzes Mitgefühl gilt Lupos Frau und seiner Familie.

Hilf mir zu vergessen

Januar 28th, 2010 by St.Kleinkrieg

Liebe Downloader,
hier ist ein besonders perfides Machwerk aus der Verstaubtesten Zigarrenkiste der Welt wieder aufgetaucht.
So können Urlaubserinnerungen auch sein.
Viel Spaß mit dem Scheiß.
Ganz der Eure!

Nachtrag! 31.01.2009
Das Foto von Straschi und Norbert hat Detzen gemacht!

Es war einmal in Palma

APSE-Brasil präsentiert eine Aufnahme aus dem “Dynamite Jet Saloon HH” von 1997 !
Aus dem “Smash – Hit – Island – Boogie – Shock – Party – Kracher” Album von 1997:
“Es war einmal in Palma”
Der Nummer 1 Boomer :
“Hilf mir zu vergessen!”
Nicht gemischt und nix gemastert; so wie vom Tisch!

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Ein Wort zum neuen Jahrzehnt

Januar 7th, 2010 by webregierung

Ihr Lieben,

ein Frohes, Neues Jahr wünscht Euch der Spitzenblog und hofft das alle von euch schmerzfrei und gesund in 2010 gelandet sind.
Wir hier, im Nervenzentrum des ultimativen digitalen Tabernakels, freuen uns auf das kommende Jahrzehnt und seine Aufgaben.
Der Kampf gegen die Stille, aber auch die Front gegen Borniertheit und Langeweile, muss weitergehen und wird gestärkt, durch den glühenden Glauben an die Reinheit der Sache.
Worum es auch geht, wir sind dabei und halten, wie immer, dass was andere nicht zu Versprechen wagen!
Horrido!
2010-wird schon geh`n!

Die Webregierung & St.Kleinkrieg
Alias: Die Heiligen der letzten Tage

Impressionen des Schaffens

Januar 7th, 2010 by St.Kleinkrieg

Arbeitsnachweis 1:

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Arbeitsnachweis 2:

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Weihnachtsmann des Grauens 2009

Dezember 10th, 2009 by webregierung

Und schon sind wir alle wieder so besinnlich.

Die schönste Zeit des Jahres steht wieder an, denn das Mutterschiff ist wieder auf Weihnachtsblitztournee.

Allen Lesern und Freunden des Spitzenblogs eine schöne Weihnachtszeit und vielleicht sehen wir uns ja morgen im Werkhof in Hagen Hohenlimburg wenn das Mutterschiff zum Tanz bittet.

Dabeisein

Bilderbuch der Großen Momente

November 28th, 2009 by St.Kleinkrieg

Gestern; 1988!

Es war 1988 und Extrabreit hatte, nach der als; “Das englische Album”, in die Geschichte eingegangen CD, “Sex after three Years in a Submarine”, die Segel gestrichen.
Ein schönes Sammlerstück und gar nicht mal so schlecht.
Wir waren getrennt und jeder ging seiner Wege. Ich hatte angefangen Demos aufzunehmen und diese Arbeiten wurden dann 1989 als “Vive la Ka Bum”, unter dem Projektnamen „Mona Liza Overdrive“, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Während dieser Zeit rief mich mein Freund Mack aus München an und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte ein bisschen zu helfen, in seinem Studio; dem “Musicland”, würde eine Pressevorführung des ersten Keith Richard Soloalbums stattfinden. Er meinte sich zu erinnern, dass ich ein Fan von dem Gitarristen aller Gitarristen wäre und er bräuchte noch jemanden der die Bar betreute. Dabei habe er an mich gedacht und der oder das Event wäre schon am nächsten Tag.
Er hatte den Hörer des Telefons wahrscheinlich noch in der Hand, als ich schon die Fahrkarte für den Intercity nach München löste.
Ja, ich musste Zug fahren! Ich war pleite und hatte schon geraume Zeit kein Auto mehr.
Ich war gezwungen auf den luxuriösen Titel des “Herrn über Zeit und Raum” zu verzichten und mich in den Massentransit einzureihen.
Für mich ein furchtbarer Zustand von Herdenviehdasein. Lieber sitze ich in einem Stau in meiner eigenen Blechröhre, als mit ungebetenen Zeitgenossen und ihren Angewohnheiten in einem “Großraumwagen”.
Schon das Wort lässt mich frieren.
Uhuhuh, nicht drüber nachdenken, ich will ja auch was ganz anderes sagen.
DetzenAlso, ich kam in München an und mein Freud Detzen holte mich am Hauptbahnhof ab.
Detzen, ist dem ein oder anderen Leser dieses Digitalen Tabernakel aus meinen Erzählungen und Geschichten sicherlich bekannt und bedarf keiner weiteren Vorstellung, außer der vielleicht, dass er wirklich einer meiner besten Freunde ist.
Es nützt ja auch nichts wenn ich jetzt, in der Neuzeit, ein Profil über ihn anfertige denn die Geschichte die ich hier erzähle ist ja nun 21 Jahre her und jeder Mensch verändert sich im laufe einer solch langen Zeit.
Physiognomisch natürlich, aber auch Spirituell sollte sich da was tun.
Obwohl; wenn ich da so an Detzen denke: Physiognomisch – ja! Spirituell -.....?
Wir nahmen uns ein Taxi und fuhren zum Arabella Komplex in Bogenhausen, wo das Musicland Studio, das Mack gehörte, in einem Bunkerartigen Kellergeschoss untergebracht war. Hier hatten schon alle Größen der Internationalen Rock und Popgeschichte ihre Werke auf Band genagelt und das Studio strahlte vor Sternenstaub.
Led Zeppelin, T-Rex, Queen, die Rolling Stones, Extrabreit, nur um mal so ein paar zu nennen, gaben sich hier die Klinge in die Hand.
Wie sagte schon Benito M. von APSE?: „It`s good to be me!“

Wenn man die Eingangstür; eine massive, graulackierte Tresorstahltür, durch den Summer geöffnet bekam, ging es linksseitig eine steile Treppe 2 Geschosse tief in den Keller.
Die Treppenstufen waren mit Minilämpchen beleuchtet und der Teppichboden, mit dem das ganze Studio, inklusive der Treppe ausgelegt war, hielt sich im dezenten grau; war allerdings mit verschieden großen fünfstrahligen Sternen übersäht. Links und rechts der Treppe waren mit Leuchterschlangen umwickelte Geländer angebracht. Diese hatten aber keine Lauflichtfunktion, sonder beleuchteten nur still und andächtig die über ihnen aufgehängten Gold und Platin Trophäen der Internationalen Klientel des Studios, dessen Credo auf die Hauseigenen T-Shirts gedruckt war. „Gold and Platinum we deliver!“
Ich liebte dieses Studio und habe mich dort immer sehr wohl gefühlt.
Obwohl dieses Credo im Fall von Extrabreit zu versagen schien.
“Sex after 3 Years…“ ist auch dort von Mack gemischt worden und fristet heute ein Sammlerstück – Dasein, weit davon entfernt durch Edelmetall ausgezeichnet, seinen Erschaffern die Mühen und Kosten der Erstellung zurückzuerstatten.
Tja, man steckt nicht drin.

Weiter im Bericht:
Wir gingen die Treppe runter und begrüßten die Mack Familie.

Mackis Frau, Ingrid und die 3 Söhne, die alle im Studio mit dem anbringen von Deko beschäftigt waren.
Niemals hätte ich mir in den bitteren Jahren als Lehrling der Schaufensterdekoration, im Kaufhof zu Hagen, träumen lassen, dass ich die dort erworbenen Fertigkeiten einmal brauchen würde, um für mein Idol eine passende Umgebung zu schmücken, damit seine neue Platte den Medipahs vorgestellt würde.
Zur Erklärung: Medipahs sind die, sehr verachteten, aber durchaus benötigten Vertreter von Funk, Presse oder TV.
Medienpartner – kurz Medipahs
Es wurden Tücher und Totenköpfe und so ein Zeug verwandt und ich kann mich wirklich nicht mehr an alles erinnern, aber es sah sehr schön aus.
Dann kam die Blase der Journies und nahm die Tische ein.
Detzen und ich hatten die Schlagzeugkabine zu einer Bar umgebaut und eine Riesenbatterie von Alkoholika plus Coca Cola und Eis, zierte unsere Tische.
Im großen Aufnahmeraum waren Tische und Stühle aufgebaut, so das die versammelte Presse sich wie in einem Restaurant oder einer Bar ein paar Umsonstdrinks und die neue K.Richards Platte reinziehen konnte.
Mir war die Aufgabe zuteil geworden, das einzige Band immer wieder nach Ablauf, zurückzuspulen und neu zu starten.
Leute die hinterher, als der Meister anwesend war, mit dem Kopf und dem Spielbein wippten, forderten mich zu dieser Stund noch auf: “..den Quatsch leiser zu stellen!“
So sind sie. Nicht alle, aber die meisten.
Während das Band lief, mixten Detzen und ich hammerharte Drinks und der Gitarrist der Band die zur Zeit das Studio regulär nutzte, ich glaube John war sein Name, half uns dabei.
Die Band hieß „Goodbey Mr. McKenzie“ kam aus Schottland und die Sängerin sollte in ein paar Jahren bei „Garbage“ zu Weltruhm und einem schönen Vermögen kommen.
Das wusste sie aber da noch nicht und sie fiel auch nicht wirklich auf.
Tja, die Wege des Herrn…..........!
Ein sehr bekannter Radio und TV Moderator der damaligen Zeit, schlenderte dann an die Bar und orderte einen Whisky Cola, ohne Eis und brach sich vor lauter Vornehmheit und Getue fast die Oberlippe ab.
Er hatte mich erkannt und fragte wie ich denn zu dem Job käme.
Ich sagte scherzhaft, ich müsse meine Studiorechnung abarbeiten, was ihm zu einem müden, gelangweilten Grinsen mit angedeutetem Kopfnicken animierte.
Während ich die Mischung machte, hatte ich ihm den Rücken zugewandt und mir fiel eine seiner Kritiken über Extrabreit ein, die uns alle sehr verletzt hatte.
In diesem Punkt bin ich wie ein Elefant!
Ich vergesse das nicht!
Und wie Django: Ich vergebe nicht!
Ich sammelte den Speichel in meinem Mund und ließ ihm zusammen mit der Cola ins Glas laufen.
Eis drauf!
„Wohl bekommt`s!“
Er schob mit dem Drink ab! Arschloch!
Ich musste pissen und ging, um auf die Toilette zu gelangen, durch den Aufnahmeraum in den Aufenthaltsraum, wo sich Detzen aufhielt. Er hatte schon schwer geladen und grinste mich an.
„Diese Arschlöcher hier. Die denken, nur weil einer von `ne Schtones hier hinkommt, liegt das Koks auf `em Fußboden rum!“
Wir grinsten uns an und nahmen ein Memopapierchen mit, um es in der bekannt, berüchtigten Briefchenform zu falten, die den Kokainnisten zur Aufbewahrung ihres Stoffes dient.
Dann, auf der Toilette, ein bisschen Atta rein und hinterm Klo auf den Fußboden geworfen.
So, als hätte ein heimlicher Konsument sein Allerheiligstes leider verloren.
Wir mussten lachen.
Unbändig und in schäbiger Vorfreude auf ein Verbrechen, dass niemals geahndet wird.
Bitte glaubt mir, so etwas würde ich heute nicht mehr tun, aber damals war man eben nicht so zimperlich mit den Scherzen.
Wir kamen aus der Toilette und da stand Er.
Einen langen Zorromantel an, das Haar verwuselt und 3 Packungen Marlboro Red in der einen Hand.
Mein Idol!
Keith Richards – der Archetyp des Rockgitarristen – der Ayatollah aller Rock& Roller!
Ich war echt sprachlos und ich gebe es gerne zu : beeindruckt!
Dieser Mann hatte sozusagen das Buch geschrieben, dass alle anderen nur gelesen haben.
Er nahm keine Notiz von dem unbeholfen verborgenen Interesse das sein Auftritt für die Leute ausgelöst hatte.
Medipahs halten sich von Haus aus für Supercool und erliegen immer dem Glauben, dass alle Menschen gleich seien.
Sind sie aber nicht.
Der Stone war das alles gewöhnt und man kann sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie dieser Mann die Welt wahrnimmt, die sich seit Jahrzehnten um ihn dreht.
Mr. Richards ging dann in den großen Aufnahmeraum und setzte sich an den für ihn reservierten Tisch
Wir wollten ihm schnell Jack Daniels mit Coke mixen, weil wir natürlich meinten die Diät des Meisters zu kennen, aber der Chef der Virgin Plattenfirma winkte ab: „Das trinkt der nicht! Mein Gott, Kinder! Hier; dass ist im Moment auf der Speisekarte: Rebell Yell mit Ginger Ale! Rebell Yell gibt es nicht in München, wir haben die Buddel extra einfliegen lassen, also passt mir ja darauf auf.“
Ich schüttete ein gutes Quantum von der goldgelben Flüssigkeit in ein Cocktailglas und dann Eis drüber und dann dieses Ginger Ale. Ich schwöre: ohne Speichel, aber mit zitternden Händen. Dann trabte ich los und servierte dem Chef sein Getränk.
Der hob seine Hand, deutete ein nicken des Kopfes an und murmelte so etwas wie „Cheers!“
Ich ging dann wieder in die Drumkabine wo ich Detzen helfen musste Drinks zu mixen.
Die Medipahs hatten Geschmack an dem kostenlosen Zeug gefunden und legten richtig los.
Detzen war allerdings auch schon ziemlich weit rausgeschwommen und hatte alle Leinen gekappt: „Was trinkt denn dieser Kurt Richard da? Kenn ich nicht! Mal sehen wie das schmeckt!“
Sprach`s und lupfte die Rebel Yell Flasche an den Hals. Den Kopf im Nacken, meditierte er beim abpumpen der Flüssigkeit Fachmännisch über den Geschmack des uns unbekannten Stoffs.
Das hatte der Virgin Chef geortet; ich glaube sein Name war Udo Lange und Wut und Entsetzen breiteten sich über seinem Gesicht aus, was man ja auch ein bisschen nachvollziehen kann.
Er eilte zu uns und bat:“ Männer, lasst den Scheiß, es gibt nur die eine Flasche!“
„Ach, schleich dich, Junge!“ meinte Detzen nun ziemlich wankend und mit noch mehr Wasser im Zahn, als sonst seine Sprache färbt. „Da is noch genuch drin für den Kurt!“
Er grinste mich an und meinte „Los Kleinkrieg, ich mach mal ein Foto von dir und dem Herrn aus England!“
Da ich in Wirklichkeit ziemlich schüchtern bin und ganz besonders bei Gelegenheiten dieses Ausmaßes, wand und zierte ich mich. Wir waren in der Nähe des Tisches, wo Richards saß und ich sagte zu Detzen „Nee, komm das ist mir zu doof da jetzt hinzugehen.“
„Quatsch!“ meinte mein 1.90m großer Freund hob mich hoch und stellte mich hinter den Meister, der mit Hans Jörg Riemann, ein Scherge der BRAVO, in ein Gespräch vertieft war.
Das wäre ja schon peinlich genug gewesen, aber er krakeelte dann auch noch rum:
“ Macht ma` Platz, der macht hier einen auf Schüchtern; aber Morgen freut er sich über ein solches Foto!“
Alle guckten, es war nicht angenehm.
Es passierten dann noch einige wirklich lustige Dinge und es würde den Rahmen sprengen das alles hier aufzuschreiben, aber Detzen hatte recht!
Ich freute mich wirklich über das Foto und habe es oft rumgezeigt, bis mir diese Angeberei eines Tages peinlich war und es auch alle gesehen hatten.

Heute; 2009!
Gestern bekam ich eine E-Mail aus Los Angeles, von Mack der seine Schubladen aufgeräumt hatte und ratet mal was er für Fotos schickte?
Richtig, ihr Volltreffer!

Dabeisein

@ Detzen – Ich danke dir ,mein Freund, ich habe mich noch mal riesig gefreut.

Ach ja, dass könnte noch interessant sein:
Der aus TV und Radio bekannte Medipah, dem ich in den Drink gespukt hatte, den sahen wir noch; den Kopf tiefgebeugt und in die Schultern gezogen, die Hände beide an der Nase und einen Sturzbach von Tränen im Gesicht.
Er kam von der Toilette.
„So eine Schweinerei!“ presste er mit schmerzverzerrter Stimme hervor.
Ja, ja, man sollte seine Nase eben nicht in alles reinstecken, was andere so liegen lassen.

Allet Jute

November 9th, 2009 by St.Kleinkrieg

Die jetzige Regierung geht heute über diesen historischen Grenzübergang in Berlin, wo vor 20 Jahren die Massen in den Westen strömten.
Du gehst nicht mit, obwohl du auch eine Regierung bist.
Und zwar eine, die nicht abgewählt wird.
Du gehst in ein neues Lebensjahr und vor den Massen aus dem Osten schütze dich der Himmel.
Alles Gute zum Geburtstag!!
Die Webregierung lebe; Hoch!

Noch mal Schwein gehabt!

Oktober 14th, 2009 by St.Kleinkrieg

Hallo liebe Leute,
der letzte Gig in Hamburg, der eigentlich von der Zeitung Penthouse gesponsert werden sollte, ( wo waren denn die Schnittchen, Kai Koelln?) war für mich ein besonderer Meilenstein in meiner abwechsungsreichen Karriere.
Ich war vor dem Gig für ein paar Tage dem Bundesrepublikanischen Wahlwahnsinn entflohen und mit meiner Frau nach Malle geflüchtet, um die letzten Sonnenstrahlen des Jahres 2009 am Meer zu genießen.
Leider wurde daraus ein Schmerzenstrip.
Ich hatte mich bei der Hausarbeit etwas zu verwegen auf eine Fensterbank getraut, um ein Rollo zu richten, dabei ist der Rücken in die Wicken gegangen und pünktlich mit dem Koffer vom Band holen, verabschiedete sich das hinten angebrachte Körperteil vollendst.
Ich erspare euch jetzt die Passion des St.Kleinkrieg unter Spanischer Sonne und das Gelächter der jugendlichen Poolbenutzer, in das dieselben ausbrachen wenn sie meinereiner in kleinsten Schlurfschritten vorbeiziehen sahen.
“Guck ma, der weiße Hai! ”
Am Morgen des 03.10., also am Tag des Auftritts in Hamburg, dachte ich ich müsste die Veranstalltung absagen. Ich konnte mich weder vor- noch seitwärts bewegen. Ich konnte mich überhaupt nicht mehr bewegen und hatte nur noch Schmerzen.
Ach; was sage ich, – Ich war Schmerzen!
Der ausgediente Müntefering würde sagen: “Kleinkrieg kann Schmerzen!”
Jau und nicht zu knapp! Aber Münte ist Geschichte und der Schmerz war da.
Das meine Eltern sich in einem fortgeschrittenen Alter befinden und aus diesem Grunde einen prallen Medikamenten, sprich -Giftschrank zu Hause haben, rettete mich.
Ich quälte mich erst zu Fuß zu der Mietwagenstation der Europcar, dann hinter das Steuer eines nicht wirklich gut gereinigten Scheißautos und dann zum elterlichen Haus, um von meinem Vater eine halbe Flasche Tilidin zu erbetteln.
Der hatte Mitleid mit seinem Erstgeborenen und gab mir den Stoff, den ich wirklich empfehlen kann.
Natürlich sollte man die Dosis erst gar nicht in den Gefilden die einem ein Arzt verschreibt suchen sondern ; fröhlich eingeschenkt.
(Es ist aber lange nicht so heiß wie die Medien einem weißmachen wollen. Das Valeron, welches ich in seliger Zeit, Anno 1977 beim Barras schluckte, hatte erheblich mehr Oktan.)
Man nimmt das Zeug ja um die Schmerzen zu eliminieren und nicht um sie ertäglich zu machen. Ich will mich mit so Scheiß Schmerzen doch gar nicht auseinandersetzen, oder gar ein Verhältnis zu ihnen aufbauen.
Nein Sir; sie sollen verschwinden!
Ich kann euch sagen- wenn ich mich nicht ruckartig bewegt habe , waren sie weg. Ich hatte geladen wie ein 30 Tonner und Bubi übernahm die Fahrt nach HH.
Angekommen im Knust, knallte ich mir erst einmal eine weitere Ladung von den segensreichen Tropfen in die Figur und erledigte den Soundcheck bravorös!
Mitlerweile war das Vorprogamm ,-“Betty Blitzkrieg” in der Garderobe aufgetaucht und mischte sich in unsere Unterhaltung über mein Rückenleiden. Er meinte er könne die schlechten Energien durch bloßes Handauflegen absorbieren und mich somit schmerzfrei machen.

Dabeisein

Ich sagte, dass wäre sehr freundlich von ihm, aber er solle mir vom Leib bleiben, sonst würde ich ihm was auf`s Maul hauen.
Blitzkrieg trollte sich und spielte einen Gig, den wohl einige unserer Fans gut fanden. Ohne Bass. Er sollte sich einen Basser zulegen und viel mehr würden es gut finden. (Achtung-Privatmeinung)
Dann waren wir dran.
Ich habe mir die kleinen ClipsUnited Filmchen angesehen und ich meine; ich bin ja noch nie so ein Bühnenirrwisch wie der Pirouettenkönig Tom Schwoll, oder Flitzefinger Bubi gewesen, aber da, am 03.10.2009, wirke ich als ob ich 200 Litter Revell Modellbaukleber getrunken hätte.

STIFF!

Gott und Tilidin sei gedankt, es ging alles gut. Halt, ich muß mich auch bei Michael Michalschewski bedanken, der mir immer zwischen den Stücken ein Getränk anbot, so das ich mich nicht bücken brauchte. Das hätte nämlich nicht geklappt und ich würde diesen Bericht nicht schreiben können, weil ich andernfalls verdurstet wäre.
Überhaupt waren alle aus der Extrabreit Familie ganz lieb zu mir und machten es mir so angenehm wie möglich.
Danke!
Jetzt, hier und heute wo ich etliche Arztbesuche, eine Kernspintomographie und 100 Stunden auf einer Wärmflasche hinter mir habe, bin ich auf dem Weg der Besserung.
Ich habe die Medikamente wieder abgesetzt und ich bin froh das es problemlos ging.
Das nur mal so für die, die bei dem “Penthouse Super Fan Konzert” von Extrabreit am 03.10.2009 dabei waren und sich gefragt haben. “Warum hat der denn so eine Angst?”
Die hatte ich, Leute!
Als Annemarie auf die Bühne kam und anfing Power Foxtrott zu steppen, sah ich es schon vor mir:
Mich; in der Mitte durchgebrochen. Fontänen von Blut und Gedärm….................................................!
Das geht doch nicht, ich will ja noch ein paar Jahre, denn trotz aller Schmerzen und Widrigkeiten; ich mache das immer noch mit Leib und Seele.
Und natürlich solange, wie ihr es noch gut findet.

Bis bald!

Kommen Sie zum Konzi !

September 30th, 2009 by St.Kleinkrieg

Hallo Norden, Hallo Hamburg,
am 03-10-09 im Knust!
Das Mutterschiff, in ganzer Pracht!

Dabeisein

Ich komm noch lange nicht nach Haus

September 13th, 2009 by webregierung

Liebe Leute,

lange war es still und es wird auch noch ein wenig so bleiben.
Aber ich habe in eine alten Zigar…..!
Ihr kennt das!

Soviel sei gesagt; es geht mir gut und ich bastle an diesem und jenem rum.

Aber der Spitzenblog hat mir ja immer viel Spaß bereitet und deshalb noch einmal das alte Lied: Download!

Wer hat noch nicht, wer will noch mal!

Heute präsentiert ASPE-Brasil einen verschollenen Track aus der Abteilung “Gemütsverfassungen”

Sehr verehrtes Publikum
APSE Brazil präsentiert
APSE BRAZIL
von “St.Kleinkrieg & den Soulbumpers”
Ich komm noch lange nicht nach Haus

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Feuer !

August 28th, 2009 by St.Kleinkrieg

Guten Morgen, liebe Leute!
Der Rauch hat sich verzogen und man hat einen freien Blick auf die Flammen.
In vollem Gallop werden wir heute Abend die letzte Lücke schließen.
Die Innenstadt!
Das Mutterschiff ist voll begetankt und aufmunitioniert.
Hagen; die Breiten kommen!
Attacke ! !

Attacke

Autsch !!!

August 22nd, 2009 by St.Kleinkrieg

Eddy Kante: Schauspieler, Bodygard und Freund unseres Hauses; erholt sich von den Folgen eines schweren Motorradunfalles.

Ein unverschuldeter Crash legte Eddy in Gips.

Bei dem Ereigniss hat sein Schutzengel Überstunden geschoben und auch noch Hilfe angefordert.
Jetzt ist Eddy aber wieder auf dem Weg der Besserung, die wir ihm alle von ganzem Herzen schnell wünschen.

Ab sofort darf Herr Kante seinen Geburtstag 2 mal im Jahr feiern.

Autsch!!

Gute Besserung

RIP LES PAUL

August 14th, 2009 by St.Kleinkrieg

Les Paul

RIP Willy

August 9th, 2009 by St.Kleinkrieg

Einer meiner Helden.
Ein Mann von unvergleichlicher Stilsicherheit und ungewöhnlichem Geschmack.
Eine Jahrhundertstimme und ein exelenter Songschreiber ist für immer verstummt;
Ruhe in Frieden: Willy deVille!
Heaven stood still!

RIP

Juli 19th, 2009 by St.Kleinkrieg

Wegen akuter Vernebelung ziehe ich mich für unbestimmte Zeit aus dem operativen Tagesgeschäft zurück.

Immer weiter

Juli 11th, 2009 by St.Kleinkrieg

Mit dem heutigen Tag nähert sich unser guter Bubi, dem Ziel; die Postleitzahl unserer Heimatstadt an Lebensjahren zu übertreffen.
Nur noch 4 Jahre, dann ist es geschafft.
Voerst aber ein dreifach schmetterndes: “Herzlich`n Glückwunsch zun Geburstach!” Bubi Hönig tritt ein in die 54ste Runde des Kampfes: BUBI vs. LEBEN
Bubi, der Kampf geht weiter!

BUBI

Die 80 ger sind für immer vorbei

Juni 26th, 2009 by St.Kleinkrieg

Jetzt ist er also tot!
Man hat ja immer gezweifelt ob er eine menschliche Existenz war. Dieser Mann von undefinierbarer Hautfarbe.
Dieses Megatalent. Tanzkönig und Rhythmusmagier.
Damit wir uns richtig verstehen, ich war kein Fan, aber man kam in den 80 gern nicht am King of Pop vorbei
und die Videos waren in ihrer Zeit Spektakel pur.
Nicht eine Sekunde möchte ich in den Schuhen dieses Showmutanten gestanden haben; der sein perönliches Glück
stets seiner Karierre unterordnete.
Was für ein Leben, was für eine Existenz.
Ruhe in Frieden,
Michael Joseph Jackson

Mich kennt jeder

Mai 22nd, 2009 by St.Kleinkrieg

Der Sommer steht vor der Tür.
Da gibt es nix dran zu rütteln. Das steht in meinem Kalender und auch in unser aller Hormonzirkus. Ich meine; man merkt doch auf, wenn die warmen Sonnenstrahlen all die verborgenen Schätze wieder ans helle Licht des Tagen ziehen.
Die Blumen in den Parks und alle Menschen, zeigen sich von ihrer sonnigsten Seite.
Besonders die Damenwelt enthüllt mach mal mehr, als nötig wäre.
Nun gut , wir wollen hier nicht Altmänner Phantasien durchkauen, sondern uns den „Melodien des Lebens“ widmen, die wie ein zarter Streich über eine Harfe in uns Gefühle und Erinnerungen an vergangene und besondere Moment anklingen lassen.
Pling!
Aber da der Sommer vor der Tür steht und die Webregierung in ihren wohlverdienten Urlaub fährt, stehe ich ohne meine besten Mitarbeiter, alleine in den verwaisten Büros des Spitzenblogs und weine leise vor mich hin.
Unter solch starken nervlichen Belastungen kann und will ich nicht wirklich arbeiten. Deshalb erzähle ich heute keine Geschichte aus meinem Leben, sondern eine, die mich schon mein ganzes Leben begleitet.
Oha, denkt der Leser, nu kommt`s!
Ob es sich hierbei um eine wahre Begebenheit oder nur um die durch ständige Kolportage, aufgeblähte Story eines, was weiß ich wie man das nennt, ist: überlasse ich eurem Scharfsinn und fange einfach an:

Es war ein wunderschöner Tag, so zwischen den Jahreszeiten; Spätsommer, Frühherbst.
Die Blätterwelt hatte einen Goldzauber über sich gestreift und die Sonne polierte diesen unablässig. Zu allem Glück kam auch noch, das es Sonntag war. Sonntag in einer kleinen Stadt.
In einem Vorort einer kleine Stadt.
Die Kirchenglocken läuteten um die guten und gläubigen Menschen an den Kirchgang zu erinnern. Bald würde in den wohlaufgeräumten Strassen der Gemeinde der Sonntagsbratenduft Hof halten.
Da trafen sich auf der Strasse die zur Kirche führte zwei alte Freunde.
Nennen wir sie der Einfachheit und auch des Datenschutz halber: Karl und Bernd!

Melodien des Lebens

„Mensch Karl, dass gibt es doch gar nicht. Wie lange ist das jetzt her? Ne, wirklich so lange haben wir uns nicht gesehen, ich freue mich. Was machst du den so immer?“
„Bernd, alte Baracke, hast dich auch nicht die Bohne verändert. Ja, wirklich, so lange ist das schon her. Nein, nein, nein, gibt es doch gar nicht!“
Die beiden alten Freunde freuten sich wirklich und wir wollen uns etwas diskret Abseitshalten um ihrem Freudentaumel aus dem Weg zu gehen. Man weiß ja das bei solchen Gelegenheiten auch die Sozialen Ränge erst einmal unauffällig überprüft werden müssen, um dann einzuschätzen mit wem man es da nun wieder zu tun hat.
Während des Begrüßungswiedersehenszeremoniell passierten unablässig eifrige Kirchgänger unsere beiden Freunde und alle; ausnahmslos alle Menschen, grüßten Karl!
Die Grußformeln variierten ständig:

„Moin Karl!“
„Hepah, Karl!“
„Hallo Karl!“
„Guten morgen, Karl!“

„Hallo Karl!“
„Karl, Shalömchen!“ um nur ein paar zu nennen.

„Sag mal Karl, um Himmels willen, dich scheint ja Hinz und Kunz zu kennen, dass gibt es ja gar nicht. Ich wohne ja schon 17 Jahre in dieser Gegend; gleich da in der Elmstrasse, aber mich hat ja noch keiner gegrüßt und ich kenne auch niemanden. Was machst du denn? Bist du berühmt?“
„Ha, Ha, Ha, nein, ich bin nicht berühmt. Ich bin bekannt! Mich kennt jeder! Auf der ganzen Welt kennt mich jeder. Wenn du das berühmt nennen willst; bin ich berühmt. Aber eigentlich für nichts was man tut. Ich bin einfach nur Karl und mich kennt jeder Mensch auf Gottes schöner Welt!“
Bernd guckte Karl zweifelnd an, als hinter Karl ein atemberaubende Blondine vorüberschwebte und gurrte: „Karl, Cherie, du bist der Beste!“
Karl lächelte Bernd an und zuckte mit den Schultern: „Ist nun mal so, kann ich nix dran machen!“
Bernd versuchte seine Fassung wiederzufinden und stammelte:
“Gut ja, gut, du bist bekannt, meine Güte so was?!....Aber alle Menschen auf der Welt…..“
„Alle Menschen auf der Welt kennen mich, da gehe ich jede Wette ein!“ ,unterbrach Karl das hilflose Gestammel seines lange nicht gesehenen Freundes, Bernd.
„Das glaube ich nicht!“, rief Bernd fasst verzweifelt, denn er hatte sich in all den Jahren ihrer Freundschaft; heimlich immer für etwas Besseres gehalten und war nun in seinem Welt und Wertebild, erschüttert.
„Hallo Karl, willst du heute zum Essen kommen?“ rief hinter den beiden eine Frau aus dem Fenster des Hauses vor dem sie standen und man konnte ganz deutlich den Rinderbraten riechen der in der Röhre schmorte.
„Nein, heute nicht!“ antwortete Karl und sagte zu Bernd,
„ Ich wette mit dir, um was du willst, dass auch der Papst mich kennt. Der Papst in Rom!“

Jetzt sah Bernd Land!
Der Papst, ein ziemlich seniler alter Mann, der sich in seinen langen Brokatgewändern, murmelnd im Weihrauchdampf halb dune gebetet hatte und sein Areal, den Vatikan, nur in Mega Begleitschutz verließ; konnte Karl gar nicht kennen!
Unmöglich!
„Top die Wette gehe ich ein! 10.000.- € Der amtierende Papst in Rom kennt dich nicht! Das sage ich; Bernd Schackanowski, Elmstrasse 667 in Weitweg!“
„Na gut.“ sagte Karl dabei lächelte er milde, so ein Lächeln dem man entnehmen konnte, dass diese Prozedur schon öfters von ihm durchgestanden worden war.
„Aber ich will kein Geld von dir. Wenn du verlierst und das ist sicher, zahlst du die Reisekosten und damit ist gut!“
Bernd wertete das jetzt als Rückzieher und wurde selbstsicherer.
„O.K., ich habe mich von Ulla getrennt und Urlaub habe ich auch noch zu kriegen, von mir aus können wir gleich losmachen. Wie steht es mit dir?“
„Kann mal jemand in meiner Firma anrufen, dass ich die nächsten Tage nicht komme?“ rief Karl mit zu Trichter geformten Händen in die Einfamilien Häuschensiedlung hinein und ein etwa 3o Faches Stimmengewirr antwortete:

„Klar, Karl! Wird gemacht!“
„Danke!“
sagte Karl laut, dann legte er seine Arm um Bernd und fragte; während sie die Strasse runtergingen.
„Du hast dich von Ulla getrennt? Das ist aber schade. Ihr wart doch so ein schönes Paar!“
Dabei nickte er unablässig grüßend nach links und rechts. Die Kirche war aus und die Gläubigen strebten ihren Heimstätten zu und alle, wirklich alle, kannten Karl und grüßten ihn.
„Na, wo soll es den hingehen, Karl?“ fragte der Taxifahrer in dessen Droschke sich Bernd und Karl auf dem Rücksitz eingefunden hatten.
„Zum Airport, bitte!“ sagte Karl.
Der Taxifahrer lächelte und sah mit einem Kopfschütteln via Rückspiegel auf Bernd und meinte: „Airport; wieder einmal nach Rom?“
„Yo, Rom!“ presste Karl hervor, während er sich den Sicherheitsgurt anlegte.
Das gab Bernd zu denken. Sehr zu denken!
„Hey, Karl! Alles frisch im Schritt?“ grüßte der Gepäckträger auf dem Flughafen und das Abfertigungspersonal am Counter rief der langen Schlage von wartenden Menschen zu:
„Würden Sie bitte Karl vorbeilassen; Danke!“
Die Leute gingen beiseite und unter: „Hi, Karl!“ und „Hallo, Karl!“ Grußformeln, checkten Bernd und Karl ein.
Dann bestiegen sie das Flugzeug nach Rom und der Pilot meldete sich über Lautsprecher:
„Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich begrüße Sie recht herzlich auf unserem Flug nach Rom. Ganz besonders allerdings begrüße ich an Bord, Karl!“
„Hallo Karl!“ ca. 250 Passagiere des Fluges LH602 nach Rom im Chor
Bernd war in seinem Sessel zusammengesunken und litt an einer Schnappatmung, als die Stewardess Karl fragte:
„Karl, Moet ist leider aus. Tut es auch ein Heidsieg?“
Sie waren in Rom angekommen und die Zöllner begrüßten Karl, mit: „Bongiorno Carlo!“
Bernd sah fast alles verloren, doch da schöpfte er Hoffnung.
Eine Maschine aus Wien war gelandet und als ersten brachte man einen Rollstuhlfahrer von Bord.
Die gelbe Armbinde mit drei schwarzen Punkten wies den Mann eindeutig als Blinden aus. Er hatte eine fast schwarze Brille auf und wurde von einem der Zöllner an den Ausgang gefahren, wo ihn wohl jemand abholen sollte.
Bernd dachte:
„Das ist zwar nicht ganz fair aber: Alle Menschen, heißt: alle Menschen!“
Da kann man keine Diskriminierungen von Blinden im Rollstuhl zulassen.
Die beiden Freund gingen an dem Blinden vorbei und Bernd öffnete gerade den Mund um einen Jubelschrei loszulassen, da bewegte der Blinde seinen Kopf und streckte die Nase nach oben, im Stevie Wonder Rhythmus hooverte er die Luft ein, dass man meinen konnte, das Ansauggeräusch eines 12 Zylinders zu hören.
„Karl? Jesses, Karl, bist du des? Natürlich, der Karl! Grüß dich, ma Liaber“ : striezelte er im breitesten Wianerdeutsch.
Bernd sabberte und verlor fast die Besinnung, vor Wut über den behinderten Wiener Rollimann.
Er hätte dem Typen eine zwischen die Zähne geben können.
Näher würde er den 10000.- € nicht mehr kommen, dass wusste er und der Rest der Reise mit Bus und Bahn zum Petersplatz, war eine einzige Niederlage für ihn.
„Chiao, Carlo!“
„Hello Charlie!“
“Charlo, com esta?” u.s.w.
Auf dem Petersplatz angekommen, sahen sie eine riesige Menschenmenge vor dem Balkon des Petersdoms versammelt.
Natürlich wurde Karl von jedem erkannt und sie einigten sich darauf, dass er einen Hut und ein Moskitonetz tragen dürfe, um die Gegenüberstellung mit dem Papst abzukürzen.
Diese Utensilien hatte Karl aus verständlichen Gründen immer am Mann.
Die Menschen reagierten in dieser Gottgefälligen Umgebung besonders überschwänglich, wenn sie Karl sahen und es hätte sonst Tage gedauert, jeden Gruß zu erwidern.
„Also Bernd, ich gehe jetzt in den Dom und bin in knapp 20 Minuten mit dem Heiligen Vater auf dem Balkon!“
„Ja, Ja!“ sagte Bernd, der nicht nur Jahre seines Lebens eingebüßt, sondern auch den Glauben an die Menschheit und ihrer Angehörigen ziemlich verloren hatte.
Er war; wenn es jemals ein Mensch war, Erschüttert!
Es kam wie es kommen musste:
Der Papst stand im vollen Ornat auf dem Balkon. Mit dem krummen Knüppel und dem Kaffeewärmer auf dem Kopf. Die Mensch applaudierten und sahen verzückt zu ihm hoch.
Als er sich dann nach hinten wandte und Karl bei der Hand nahm, seine Arm in den Himmel über dem Petersplatz reckte, ganz so wie der Schiedsrichter bei einem Boxkampf den Sieger ausruft, schrie er in die Mikrophone:
“Mein Freund – Kaaaarrrrllll! Urbi et Orbi! Karl, lebe hoch !“
Da nahm der Applaus einen Schallpegel an, als ob eine Horde Formel Eins Rennwagen durch dein Schlafzimmer fahren und die Trompeten von Jericho links und rechts in zweier Reihen stehen. Tausende Kehlen schrieen:
„Hallo, Kaaarrrlll!“ und applaudierten.

In diesem Moment sah Karl vom Balkon aus, dass sein Freund Bernd in Ohnmacht fiel und auf dem Petersplatz, zwischen all den Menschen aus Hunderten von Nationen, lang hingeschlagen war.
„Bernd, Mensch, Bernd! Was machst du denn? Du warst doch vorbereite, dass kann doch so überraschend nicht mehr gewesen sein. Junge, komm hoch!“
Karl war auf den Platz geeilt und beugte sich über Bernd, der nun das Bewusstsein wiedererlangt hatte.
„Here`s some Water, Karl!” sagte eine dicke Amerikanerin die in dem Menschenring stand, der sich um die beiden Freunde gebildet hatte. Karl gab Bernd einen Schluck aus der dargereichten Flasche, den dieser gierig trank.
„Nein, ich hatte mich damit abgefunden das dich jeder kennt.“
Stammelte Bernd nun in einer Mischung aus hoffnungsloser Ergeben und resignierter Weisheit. Dabei wischte er sich die Wassertropfen vom Kinn.
„Jeder, jeder jeder; auch der Papst! Das war alles keine Überraschung mehr.

Aber als mich der kleine Chinese neben mir fragte.:
“ Tschuligung, wel is del Mann neben Kall?“
hat`s mich umgehauen!“

E N D E


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